Jedes Jahr veröffentlicht die Swiss Financial Market Supervisory Authority FINMA eine Übersicht zu aktuell am bedeutendsten Risiken in der Finanzbranche. Entlang dieser wird der Aufsichtsfokus festgelegt:
- Geldwäschereibekämpfung (z.B. Crypto)
- Cyberangriffe
- Anhaltendes Niedrigzinsumfeld
- Korrekturen am Immobilien- und Hypothekarmarkt
- Ausfälle bei Unternehmenskrediten und -anleihen im Ausland
- Erschwerter, grenzüberschreitender Marktzugang
- Geldwäscherei
In punkto Vermögensverwaltung ist der Finanzplatz Schweiz weltweit ein führender Ort für Privatkunden. Daher besteht auch ein erhöhtes Risiko der Geldwäscherei. Bei Verletzungen von Sorgfalts- und Meldepflichten drohen mit unter scharfe Sanktionen und grosse Reputationsschäden. Die FINMA schätzt das Geldwäscherisiko im Vergleich zum Vorjahr als unverändert hoch ein. Die wichtigsten Auslöser im Jahr 2020 waren dabei das Transaktionsmonitoring, sowie Informationen von Dritten (siehe Grafik).
Neben vermögenden Privatkunden werden zudem staatliche oder staatsnahe Betriebe sowie Staatsfonds in die mit Korruption und Veruntreuung verbundenen Finanzflüsse involviert. Die eingegangenen Meldungen bei der MROS zeigen eine Zunahme von ca. 25 Prozent für das Jahr 2020.
Verstärkt entstehen Risiken auch im Bereich Kryptowährungen. So bringen neue Technologien zwar stets einerseits Effizienzsteigerungen im Finanzbereich mit sich, jedoch gleichzeitig auch neue Gefahr aufgrund der Anonymität grenzüberschreitender Transaktionen.
Quellenverzeichnis:
FINMA. (2021). FINMA-Risikomonitor 2021. https://www.finma.ch/de/~/media/finma/dokumente/dokumentencenter/myfinma/finma-publikationen/risikomonitor/20211110-finma-risikomonitor-2021.pdf?la=de
Finma: Das sind die sechs grössten Risiken für die Finanzbranche. (2021, 11. November). Finnews. https://www.finews.ch/news/finanzplatz/48721-finma-immobilien-risko-risiken-monitor-schweiz-anleger-finanzmarkt
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